The BOBs 2011 Storifyed

Es mag an den jüngsten Berichten vom Arabischen Frühling liegen, dass die Best of Blog Awards der Deutschen Welle (The BOBs) in diesem Jahr besonders ins Bewusstsein gerückt haben, welche Bedeutung Blogger im Kampf um die freie Meinungsäußerung haben können. Welch große Rolle sie spielen gerade da, wo Regierungen die Medien steuern, in denen Demonstranten zum Abschuss freigegeben sind, in denen das Internet, Information und Vernetzung, zur Waffe wird. Im Iran, in China wissen die Regierungen diese Waffe ebenso oder gar machtvoller einzusetzen als das Volk, in Tunesien und Ägypten haben wir gesehen, wie sich das Volk dieser Waffe bemächtigt.

Julius Endert schreibt in seinem Blog über das GMF vs. NRW Medienforum

Wer wissen will, was diese Blogger und Citizen Journalist leisten, dem werden ein paar Stunden im alten Plenarsaal der Bundesrepublik reichen: Er will danach gar nicht mehr nach Köln zurück. Weil er fasziniert sein wird von diesem Engagement dieser Menschen, von ihrem Mut. Von der Courage, ohne Rücksicht auf Gefahr für Leib und Leben zu berichten. Die Geschichten in die Welt hinauszutragen, damit sich was ändert.

Die BOBs haben zum Ziel, einen Beitrag zur freien Meinungsäußerung im Netz zu leisten. Im Moment der Preisverleihung, wenn die Gewinner zusammen nach Bonn eingeladen werden, haben sie noch einen weiteren, ganz persönlichen Effekt: Sie können auch ein Zeichen für die Blogger sein, dass sie in ihrem Kampf um das Menschenrecht ihre Meinung zu äußern, auf Ungerechtigkeit Aufmerksam zu machen, nicht allein dastehen. Judith Torrea, Gewinnerin in der Kategorie “Reporter Without Borders-Award”, sagte, nachdem sie den Preis entgegengenommen hatte, sie freue sich, die anderen Blogger kennenzulernen, denn sie fühle sich oft sehr allein mit ihrem Blog.

Hier noch einmal die Gewinner der BOBs in einer Zusammenfassung auf Storify: weiter »

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Warum wir noch Zeitschriften brauchen

Was macht eine Zeitschrift existierenswert? Was gibt ihr auch in Zukunft noch die Berechtigung, sich in Presseshops am Bahnhof breit zu machen und was bringt uns dazu, uns mit unseren riesen Koffern durch die eng aufgestellten Zeitschriftenauslagen zu ihr durchzukämpfen und diese Hand voll Blattwerk auch noch zu bezahlen.

Hier ein paar Gedanken dazu. Was bringt mich noch dazu eine Zeitschrift zu kaufen?

Die Themen

Wenn wir uns von Printprodukten abwenden, dann doch vor allem von den Tageszeitungen. Warum? Weil sie uns zu wenig Neues berichten. 1,80 Euro für das Gefühl, das alles schon einmal gelesen zu haben, die Bestätigung seine Online-Lektüre wirklich ordentlich zu machen und beim Überblättern der Seiten gedanklich schon wieder jenseits der U-Bahnschächte bei der Tagesplanung zu sein.
Nichts ist älter als die Nachrichten von gestern. Nichts ist überholter als das Titelblatt der Tageszeitung und das nicht erst seit es das Internet gibt, sondern bereits seit es die Tagesschau gibt.
Daher bieten Zeitschriften, mit ihren Themen am Rande von Tagespolitik und Zeitgeschehen mehr Wert und mehr Gegenwert.
Eine gute Zeitschrift überrascht mich. Sie schafft es, mich in Themen hineinzuziehen, mit denen ich mich bisher nicht beschäftigt habe, die mir in meinen Online-Netzwerken nicht begegnet. Sie werden vom Zufall in das Informationspool gebracht, das mich ständig umgibt. Sie ergänzt Wissen, statt es zu bestätigen. Und sie weckt Interesse für Dinge, die meinem Netzwerk unbekannt sind. weiter »

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Storyteling mit Brian Storm

Brian Storms Geschichten sind anders. Eine Geschichte, die durch die Produktionsstätte von MediaStorm gegangen ist, ist nicht besonders lang, sie ist nicht die spannendste Geschichte, die man bis dato gesehen hat und sie deckt auch keine Geheimnisse auf. Dennoch bleibt sie im Gedächtnis, denn sie ist ein Produkt der Leidenschaft fürs Storytelling, für zeitlose Geschichten, die berühren. Und sie ist vor allem eins: perfektes Handwerk. weiter »

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Prozessjournalismus – ZEIT ONLINE Talk im Dradio Wissen

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foto from flickr

Am Samstag durfte ich zu Gast sein beim Deutschlandradio, um im ZEIT ONLINE Talk über die Beteiligung des Publikums im Journalismus oder genauer gesagt, über Prozessjournalismus zu diskutieren.

Der Begriff vom Prozessjournalismus ist gar nicht mal so geläufig im deutschen Sprachraum. Wie dem Moderator der Sendung Markus Heidmeier geht es vielen beim Hören des Begriffs. Die erste Assoziation führt in den Gerichtssaal. Was ist also eigentlich gemeint?

Gemeint ist ein Journalismus, der sich nicht auf die Veröffentlichung eines Artikels, Beitrags oder einer Dokumentation beschränken lässt, sondern der den User einschließt, schon während die Geschichte, die erzählt wird entsteht und auch nachdem sie veröffentlicht wurde. weiter »

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Linktipps der Woche

Leseempfehlungen zu Journalismus, Social Media und natürlich zur Klimarettung

Immerwieder Sonntags finden Sie hier  eine überschaubare Anzahl an Leseempfehlungen aus dem Web. Die Auswahl ist bestimmten Anlässen in der Woche geschuldet oder einfach der Tatsache, dass sich das Lesen des Artikels von Anfang bis Ende wirklich lohnt.

1. Auf den Punkt gebracht. Jeff Jarvis beschreibt in seinem Blog, was Journalismus alles ist und sein kann. Wenn man sich diese vielen Möglichkeiten vor Augen führt, scheint es noch gar nicht genug Journalisten zu geben. Es ist viel zu tun.

Is Journalism Storytelling?

2. Google hat im September das Google Sidewiki herausgebracht, das es Usern, die die Toolbar installiert haben erlaubt, jede Website zu kommentieren. Wenn sich dieses oder vergleichbare Tools weiter durchsetzen, müssen die Nachrichtenhüter schließlich doch endlich einsehen, dass Kontrolle und das Internet keine Freunde mehr werden. Jeffrey D. Neuburger zieht auf Media Shift eine erste Bilanz zur Verwendung des Tools. Noch ist alles gut.

Will Google Sidewiki shift control of Online comments

3. Viele Blogger beginnen langsam, sich Gedanken über das Jahr 2010 zu machen. Was liegt an Entwicklungen hinter uns, was ist der nächste Clou?

Auf Read Write Web berichtet Ravit Lichtenberg von seiner Social Media-Vision für 2010. Wenn Social Media immer mehr Bereiche durchgringt und gelebt wird, statt zerredet, wenn Online- und Offline-Welt durch Entwicklungen wie Augmented Reality zusammenwachsen, wenn Unternehmen endlich die Antwort nach dem ROI aus ihren Social Media Aktivitäten in harten Zahlen ausdrücken können.

10 Ways Social Media Will Change in 2010

4. Anlässlich des Klimegipfels in Kopenhagen hier heute drei Linktipps, die beim Finden guter Vorsätze für das neue Jahr helfen können.

Tipp 1: Der Quick Carbon Calculator vom Guardian. Mit dieser schön designten Anwendung lässt sich die persönliche Kohlendioxidsündenbilanz erstellen und vergleichen. Bist Du in Sachen Klima die USA oder Bangladesch?

Tipp2: Auf den ersten Blick schöne heile Welt wie wir sie aus Kinderbüchern kennen, auf den zweiten Blick eine Welt, in der wir lieber nicht leben wollen.

Infografik zur CO2-Zukunft vom Good Magazine und Life of the Mind

Tipp3: Der Kurzfilm Die Rechnung von Germanwatch wirkt erst etwas platt in seinem abgedroschenen “Mein Haus, mein Auto, meine Boot, meine Frau- Stil” aber die Pointe macht’s.

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Living Stories: Google startet neues Format des Storytellings

Die Stärken der Google Nachrichtenseite: Überblick – Tiefe – Kontext – Interaktivtiät

googe_livingstoriesIn dieser Woche hat google uns mal wieder gezeigt, wie mit der einfachen Aufbereitung und Neusortierung von Daten, Informationen vermittelt werden können. Ist google der bessere Newsmaker? Nein, soweit wollen wir nicht gehen, aber google hat Mittel, verborgen in Algorythmen, die einer journalistischen Geschichte zu mehr Wert und Nachhaltigkeit verhelfen. weiter »

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Linktipps der Woche

Leseempfehlungen zu Journalismus, Medienwandel und Online-Technologien

Immerwieder Sonntags finden Sie hier  eine überschaubare Anzahl an Leseempfehlungen aus dem Web. Die Auswahl ist bestimmten Anlässen in der Woche geschuldet oder einfach der Tatsache, dass sich das Lesen des Artikels von Anfang bis Ende wirklich lohnt.

1. Markus Beckedahl zu der Frage, was die Verleger eigentlich im Jammertal zu suchen haben

Warum die Verleger zum Internet einfach schweigen sollten

2. Kathrin Passig mit einer historischen und aktuellen Betrachtung der Technologiekritik.

Standardsituationen der Technologiekritik

3. Bret Schulte über die Distribution von News und Stories über Social Media

The Distribution Revolution

4.

Can Anyone Stop Facebook?

Übrigens ist es in dieser Woche genau ein Jahr her, dass Facebook mit Facebook Connect an den Start ging.

5. Steffen Leidel mit einer dezidierten Kritik zum emag der Welt am Sonntag, das in dieser Woche erstmals erschien.

Das Offline-Magazin

6. Hendrik Werner auf Welt Online über das Ende des Web 2.0

Mitmach-Internet: Das Web 2.0 hat seine besten Tage hinter sich

Warnhinweis! Meinung des Autors nicht zur Nachahmung empfohlen.

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Lesen versus Scannen – Wie das Internet unsere Fähigkeiten verändert

Maryanne Wolf: Wir müssen unserem Gehirn wieder das Lesen beibringen

Lest Bücher!! Bildquelle: flickr - austinevan

Lest Bücher!! Bildquelle: flickr - austinevan

Lesen ist nicht gleich Lesen. Und deshalb haben wir jetzt ein Problem. Wir müssen zwei Mal lesen lernen.
Wer sich gewohnheitsmäßig voll digitalisiert täglich durch Informationen im Internet wühlt, wer vielleicht sogar mit diesem Informationsmedium groß geworden ist, und sich Digital Native nennen darf, ja, der könnte vielleicht keine Freude mehr haben an Thomas Manns Buddenbrooks oder an Hermann Hesses Glasperlenspiel. Die Lektüre Letzerens war Versuchsobjekt für Maryanne Wolf, die sich aus neurowissenschaftlicher Sicht mit dem Lesens auseinandersetzt. Beim Lesen des Buches stellte sie fest, dass sie den Text ohne Fantasie las, wie eine Maschine. weiter »

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20 Jahre Mauerfall multimedial

Die Aufbereitung des Ereignisses im Internet

arte_dossier_mauerfallAm Montag feierte Deutschland und mit ihm die nationale wie auch internationale Presse das 20. Jubiläum zum Fall der Berliner Mauer. Es war zu erwarten, dass sich die Nachrichtenanbieter für ihren Internetauftritt etwas Besonderes einfallen lassen würden, dass sie schon seit Monaten an großen Specials basteln, um es multimedial Krachen zu lassen auf ihren Seiten. Doch viel mehr als Bildgalerien und mehr Videos als gewohnt, war dann doch nicht zu sehen. Neue Wege der Berichterstattung wurden nicht demonstriert. weiter »

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Kommentarfunktionen auf deutschen Nachrichtenseiten

Warum eine Kommentarfunktion, was dabei zu beachten ist, und warum ZEIT.ONLINE es richtig macht

Muss denn immer jeder seinen Senf dazugeben?

Blogs haben es vorgemacht, Zeitungen und andere Nachrichtenangebote brauchten etwas Zeit, ehe sie sich auf die Kommentare von Usern unter ihren Artikeln einlassen wollten. Eigentlich wollte man nicht, dass jeder seinen Senf dazugeben kann, was die eigenen Redakteure schreiben. Man weiß ja nicht, was für eine Senflöffel-Armada da auf einen zurennt. Schließlich ist da ja auch immer der braune Senf dabei und den will ja nun wirklich keiner auf seinen Seiten haben. Ganz schwierig ist das. Was doht ist der Qualitätsverlust, der Kontrollverlust und letzlich der Zeitverlust, denn wer eine Kommentarfunktion einführt, der muss sich dann auch darum kümmern, die Kommentare zu löschen, die nicht mit den Grundregeln einer respektvollen Konversation übereinstimmen oder gar den Verfassungsgrundsätzen zuwider laufen.

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