Es mag an den jüngsten Berichten vom Arabischen Frühling liegen, dass die Best of Blog Awards der Deutschen Welle (The BOBs) in diesem Jahr besonders ins Bewusstsein gerückt haben, welche Bedeutung Blogger im Kampf um die freie Meinungsäußerung haben können. Welch große Rolle sie spielen gerade da, wo Regierungen die Medien steuern, in denen Demonstranten zum Abschuss freigegeben sind, in denen das Internet, Information und Vernetzung, zur Waffe wird. Im Iran, in China wissen die Regierungen diese Waffe ebenso oder gar machtvoller einzusetzen als das Volk, in Tunesien und Ägypten haben wir gesehen, wie sich das Volk dieser Waffe bemächtigt.
Julius Endert schreibt in seinem Blog über das GMF vs. NRW Medienforum
Wer wissen will, was diese Blogger und Citizen Journalist leisten, dem werden ein paar Stunden im alten Plenarsaal der Bundesrepublik reichen: Er will danach gar nicht mehr nach Köln zurück. Weil er fasziniert sein wird von diesem Engagement dieser Menschen, von ihrem Mut. Von der Courage, ohne Rücksicht auf Gefahr für Leib und Leben zu berichten. Die Geschichten in die Welt hinauszutragen, damit sich was ändert.
Die BOBs haben zum Ziel, einen Beitrag zur freien Meinungsäußerung im Netz zu leisten. Im Moment der Preisverleihung, wenn die Gewinner zusammen nach Bonn eingeladen werden, haben sie noch einen weiteren, ganz persönlichen Effekt: Sie können auch ein Zeichen für die Blogger sein, dass sie in ihrem Kampf um das Menschenrecht ihre Meinung zu äußern, auf Ungerechtigkeit Aufmerksam zu machen, nicht allein dastehen. Judith Torrea, Gewinnerin in der Kategorie “Reporter Without Borders-Award”, sagte, nachdem sie den Preis entgegengenommen hatte, sie freue sich, die anderen Blogger kennenzulernen, denn sie fühle sich oft sehr allein mit ihrem Blog.
Hier noch einmal die Gewinner der BOBs in einer Zusammenfassung auf Storify: weiter






