Brian Storms Geschichten sind anders. Eine Geschichte, die durch die Produktionsstätte von MediaStorm gegangen ist, ist nicht besonders lang, sie ist nicht die spannendste Geschichte, die man bis dato gesehen hat und sie deckt auch keine Geheimnisse auf. Dennoch bleibt sie im Gedächtnis, denn sie ist ein Produkt der Leidenschaft fürs Storytelling, für zeitlose Geschichten, die berühren. Und sie ist vor allem eins: perfektes Handwerk. weiter
Storyteling mit Brian Storm
Prozessjournalismus – ZEIT ONLINE Talk im Dradio Wissen
Am Samstag durfte ich zu Gast sein beim Deutschlandradio, um im ZEIT ONLINE Talk über die Beteiligung des Publikums im Journalismus oder genauer gesagt, über Prozessjournalismus zu diskutieren.
Der Begriff vom Prozessjournalismus ist gar nicht mal so geläufig im deutschen Sprachraum. Wie dem Moderator der Sendung Markus Heidmeier geht es vielen beim Hören des Begriffs. Die erste Assoziation führt in den Gerichtssaal. Was ist also eigentlich gemeint?
Gemeint ist ein Journalismus, der sich nicht auf die Veröffentlichung eines Artikels, Beitrags oder einer Dokumentation beschränken lässt, sondern der den User einschließt, schon während die Geschichte, die erzählt wird entsteht und auch nachdem sie veröffentlicht wurde. weiter
Linktipps der Woche
Leseempfehlungen zu Journalismus, Social Media und natürlich zur Klimarettung
Immerwieder Sonntags finden Sie hier eine überschaubare Anzahl an Leseempfehlungen aus dem Web. Die Auswahl ist bestimmten Anlässen in der Woche geschuldet oder einfach der Tatsache, dass sich das Lesen des Artikels von Anfang bis Ende wirklich lohnt.
1. Auf den Punkt gebracht. Jeff Jarvis beschreibt in seinem Blog, was Journalismus alles ist und sein kann. Wenn man sich diese vielen Möglichkeiten vor Augen führt, scheint es noch gar nicht genug Journalisten zu geben. Es ist viel zu tun.
2. Google hat im September das Google Sidewiki herausgebracht, das es Usern, die die Toolbar installiert haben erlaubt, jede Website zu kommentieren. Wenn sich dieses oder vergleichbare Tools weiter durchsetzen, müssen die Nachrichtenhüter schließlich doch endlich einsehen, dass Kontrolle und das Internet keine Freunde mehr werden. Jeffrey D. Neuburger zieht auf Media Shift eine erste Bilanz zur Verwendung des Tools. Noch ist alles gut.
Will Google Sidewiki shift control of Online comments
3. Viele Blogger beginnen langsam, sich Gedanken über das Jahr 2010 zu machen. Was liegt an Entwicklungen hinter uns, was ist der nächste Clou?
Auf Read Write Web berichtet Ravit Lichtenberg von seiner Social Media-Vision für 2010. Wenn Social Media immer mehr Bereiche durchgringt und gelebt wird, statt zerredet, wenn Online- und Offline-Welt durch Entwicklungen wie Augmented Reality zusammenwachsen, wenn Unternehmen endlich die Antwort nach dem ROI aus ihren Social Media Aktivitäten in harten Zahlen ausdrücken können.
10 Ways Social Media Will Change in 2010
4. Anlässlich des Klimegipfels in Kopenhagen hier heute drei Linktipps, die beim Finden guter Vorsätze für das neue Jahr helfen können.
Tipp 1: Der Quick Carbon Calculator vom Guardian. Mit dieser schön designten Anwendung lässt sich die persönliche Kohlendioxidsündenbilanz erstellen und vergleichen. Bist Du in Sachen Klima die USA oder Bangladesch?
Tipp2: Auf den ersten Blick schöne heile Welt wie wir sie aus Kinderbüchern kennen, auf den zweiten Blick eine Welt, in der wir lieber nicht leben wollen.
Infografik zur CO2-Zukunft vom Good Magazine und Life of the Mind
Tipp3: Der Kurzfilm Die Rechnung von Germanwatch wirkt erst etwas platt in seinem abgedroschenen “Mein Haus, mein Auto, meine Boot, meine Frau- Stil” aber die Pointe macht’s.
Living Stories: Google startet neues Format des Storytellings
Die Stärken der Google Nachrichtenseite: Überblick – Tiefe – Kontext – Interaktivtiät
In dieser Woche hat google uns mal wieder gezeigt, wie mit der einfachen Aufbereitung und Neusortierung von Daten, Informationen vermittelt werden können. Ist google der bessere Newsmaker? Nein, soweit wollen wir nicht gehen, aber google hat Mittel, verborgen in Algorythmen, die einer journalistischen Geschichte zu mehr Wert und Nachhaltigkeit verhelfen. weiter
Linktipps der Woche
Leseempfehlungen zu Journalismus, Medienwandel und Online-Technologien
Immerwieder Sonntags finden Sie hier eine überschaubare Anzahl an Leseempfehlungen aus dem Web. Die Auswahl ist bestimmten Anlässen in der Woche geschuldet oder einfach der Tatsache, dass sich das Lesen des Artikels von Anfang bis Ende wirklich lohnt.
1. Markus Beckedahl zu der Frage, was die Verleger eigentlich im Jammertal zu suchen haben
Warum die Verleger zum Internet einfach schweigen sollten
2. Kathrin Passig mit einer historischen und aktuellen Betrachtung der Technologiekritik.
Standardsituationen der Technologiekritik
3. Bret Schulte über die Distribution von News und Stories über Social Media
4.
Übrigens ist es in dieser Woche genau ein Jahr her, dass Facebook mit Facebook Connect an den Start ging.
5. Steffen Leidel mit einer dezidierten Kritik zum emag der Welt am Sonntag, das in dieser Woche erstmals erschien.
6.
Mitmach-Internet: Das Web 2.0 hat seine besten Tage hinter sich
Warnhinweis! Meinung des Autors nicht zur Nachahmung empfohlen.
Lesen versus Scannen – Wie das Internet unsere Fähigkeiten verändert
Maryanne Wolf: Wir müssen unserem Gehirn wieder das Lesen beibringen
Lesen ist nicht gleich Lesen. Und deshalb haben wir jetzt ein Problem. Wir müssen zwei Mal lesen lernen.
Wer sich gewohnheitsmäßig voll digitalisiert täglich durch Informationen im Internet wühlt, wer vielleicht sogar mit diesem Informationsmedium groß geworden ist, und sich Digital Native nennen darf, ja, der könnte vielleicht keine Freude mehr haben an Thomas Manns Buddenbrooks oder an Hermann Hesses Glasperlenspiel. Die Lektüre Letzerens war Versuchsobjekt für Maryanne Wolf, die sich aus neurowissenschaftlicher Sicht mit dem Lesens auseinandersetzt. Beim Lesen des Buches stellte sie fest, dass sie den Text ohne Fantasie las, wie eine Maschine. weiter
20 Jahre Mauerfall multimedial
Die Aufbereitung des Ereignisses im Internet
Am Montag feierte Deutschland und mit ihm die nationale wie auch internationale Presse das 20. Jubiläum zum Fall der Berliner Mauer. Es war zu erwarten, dass sich die Nachrichtenanbieter für ihren Internetauftritt etwas Besonderes einfallen lassen würden, dass sie schon seit Monaten an großen Specials basteln, um es multimedial Krachen zu lassen auf ihren Seiten. Doch viel mehr als Bildgalerien und mehr Videos als gewohnt, war dann doch nicht zu sehen. Neue Wege der Berichterstattung wurden nicht demonstriert. weiter
Kommentarfunktionen auf deutschen Nachrichtenseiten
Warum eine Kommentarfunktion, was dabei zu beachten ist, und warum ZEIT.ONLINE es richtig macht
Blogs haben es vorgemacht, Zeitungen und andere Nachrichtenangebote brauchten etwas Zeit, ehe sie sich auf die Kommentare von Usern unter ihren Artikeln einlassen wollten. Eigentlich wollte man nicht, dass jeder seinen Senf dazugeben kann, was die eigenen Redakteure schreiben. Man weiß ja nicht, was für eine Senflöffel-Armada da auf einen zurennt. Schließlich ist da ja auch immer der braune Senf dabei und den will ja nun wirklich keiner auf seinen Seiten haben. Ganz schwierig ist das. Was doht ist der Qualitätsverlust, der Kontrollverlust und letzlich der Zeitverlust, denn wer eine Kommentarfunktion einführt, der muss sich dann auch darum kümmern, die Kommentare zu löschen, die nicht mit den Grundregeln einer respektvollen Konversation übereinstimmen oder gar den Verfassungsgrundsätzen zuwider laufen.
Review zum Scoopcamp 2009 (2)
Wenn Medienangebote sich der User-Expertise öffnen
Eine Woche ist in der Online-Welt eine Ewigkeit, dennoch bin ich so frei, auch noch eine Woche nach dem Scoopcamp in Hamburg meine Review fortzusetzen. Nicht nur der Vollständigkeit halber, sondern weil mich ein Thema noch beschäftigt hat: Wie weit sollte, wie weit kann die Beteiligung von Usern im Journalismus gehen? Ist ein Journalist, der seine Leser während der Arbeit an einem Artikel um Mithilfe bittet, fortschrittlich oder einfach nur zu faul gründlich zu recherchieren? weiter
Review zum Scoopcamp 2009 (1)
New storytelling oder New dataspelling?
Gestern fand in Hamburg das erste scoopcamp statt. Es sollte um nichts Geringeres gehen, als um die Zukunft des Journalismus. Welche neuen Möglichkeiten der Informationsvermittlung eröffnen die Neuen Medien, wie kann kreativ und effektiv mit der Einbindung von Usern umgegangen werden, wie kann vor allem der Lokaljournalismus Ideen entwickeln, seine Leser mit Erzählformen, die Spaß machen und involvieren, bei der Stange zu halten und seine Kernkompetenzen besser nutzen. weiter



