Am Samstag durfte ich zu Gast sein beim Deutschlandradio, um im ZEIT ONLINE Talk über die Beteiligung des Publikums im Journalismus oder genauer gesagt, über Prozessjournalismus zu diskutieren.
Der Begriff vom Prozessjournalismus ist gar nicht mal so geläufig im deutschen Sprachraum. Wie dem Moderator der Sendung Markus Heidmeier geht es vielen beim Hören des Begriffs. Die erste Assoziation führt in den Gerichtssaal. Was ist also eigentlich gemeint?
Gemeint ist ein Journalismus, der sich nicht auf die Veröffentlichung eines Artikels, Beitrags oder einer Dokumentation beschränken lässt, sondern der den User einschließt, schon während die Geschichte, die erzählt wird entsteht und auch nachdem sie veröffentlicht wurde.
Ein Journalismus, der das Publikum als Experten ernst nimmt und dessen Meinung schätzt und verarbeiten möchte. Ein Journalismus, dessen Ziel es ist, die Aufmerksamkeit zu verstärken, die das Publikum seinen Geschichten widmet. Ein Journalismus der Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Publikum und “Kommunikator”. Ein Journalismus, der also den Bedingungen des Hybridmediums Internet, dessen abgrenzendes Merkmal die Möglichkeit zur Interaktion ist, gerecht wird. Ein Journalismus der Online stattfindet.
An der Diskussion beteiligten sich die Medienjournalistin Ulrike Langer, Sebastian Horn , Community-Redakteur bei Zeit Online und Lorenz Matzat, Politikwissenschaftler und Medienpädagoge.
Hier geht’s direkt zum ZEIT ONLINE Talk – Prozessjournalismus als interaktive Informationsverbreitung.
Und an dieser Stelle nicht zu vergessen, der Ursprung des Begriffs. Der ist zu finden auf buzzmachine bei Jeff Jarvis.

