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Ich stelle hier den Theorieteil meiner Magisterarbeit “Weblogs im Dienste des Journalismus” kostenlos als pdf zum Download zu Verfügung.

Der praktische Teil der Arbeit beschäftigte sich mit der Bereitschaft zum Einsatz von Weblogs für die redaktionelle Arbeit in einem deutschen Rundfunkbetrieb; speziell mit der Frage nach dem Willen, Weblogs zur direkten Kommunikation mit dem Publikum zu nutzen. Dieser Teil der Arbeit kann hier leider nicht veröffentlicht werden.
Dennoch seien die drei Kurzthesen der Arbeit genannt, welche das Ergebnis meiner Interviews mit Personen in leitenden Positionen zusammenfassen und wahrscheinlich für viele Medienanstalten gelten:

1. Distributiv geht vor Interaktiv
Weblogs werden lediglich als ein zusätzlicher Kanal der Infomrationsvermittlung gesehen, nicht aber als Möglichkeit, die den Massenmedien eigene Einbahnstraßenkommunikation in die Dialog mit dem Publikum zu überführen.

2. Publikumsbindung geht vor Publikumsbeteiligung

Das strategische Ziel der Publikumsbindung ist letztlich das einzig entscheidende Ziel, dem eine Einbindung von Weblogs im Online-Auftritt dienen soll. Das gilt im Übrigen für jede Form der Publikumsbeteiligung, denn, so die Meinung der befragten Journalisten: Das Publikum weiß nicht mehr als wir Journalisten und stellt also auch nicht die besseren Fragen.

3. Dabei sein geht vor Mitmachen
Die persönliche Bereitschaft zur Nutzung von Weblogs ist sehr gering, da der persönliche Nutzen einer Beteiligung an dieser Art der Kommunikation geringgeschätzt wird. Die Pflege der digitalen Reputation ist die einzige Motivation, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und Weblogs auf die eigene Homepage zu bringen.

Tags: Weblogs, Blogs, Blogosphäre, partizipativer Journalismus, Online-Journalismus, Web 2.0

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Weblogs im Dienste des Journalismus von Julia Hildebrand steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.

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